Bußgelder bei zu viel Besitz, Strafen beim Fahren unter THC-Einfluss, Verbotszonen und was Weitergabe an Minderjährige bedeutet — alle Konsequenzen im Überblick.
25 g
Besitz-Limit öffentlich
1.000 €
Max. Bußgeld Verbotszone
3,5 ng/ml
THC-Grenzwert Fahren
Grundregel: Das Cannabisgesetz (CanG) legalisiert Besitz und Konsum für Erwachsene im Rahmen definierter Grenzen. Wer diese Grenzen überschreitet oder besondere Verbote missachtet, riskiert Bußgelder bis 1.000 €, Strafverfahren oder den Führerscheinentzug.
Besitz-Grenzen und Konsequenzen
Situation
Menge
Konsequenz
Öffentlich — legal
bis 25 g
Straflos
Öffentlich — Ordnungswidrigkeit
25–60 g
Bußgeld bis 1.000 €
Öffentlich — Straftat
über 60 g
Freiheitsstrafe möglich
Zuhause — legal
bis 50 g
Straflos
Zuhause — Ordnungswidrigkeit
50–100 g
Bußgeld möglich
Zuhause — Straftat
über 100 g
Freiheitsstrafe möglich
Unter 25g und über 18: Kein Straftatbestand. Über 25g oder in der Nähe von Schulen: Ordnungswidrigkeit möglich
Straßenverkehr — THC-Grenzwert
Seit 2024 gilt ein gesetzlicher THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum für das Führen von Kraftfahrzeugen. Die Konsequenzen nach Bussgeldkatalog:
Unfall unter EinflussStraftat — Freiheitsstrafe möglich
Konsum-Verbotszonen
Konsum in folgenden Bereichen ist verboten und wird mit Bußgeld (bis 1.000 €) geahndet:
In Fußgängerzonen zwischen 7:00 und 20:00 Uhr
In Sichtweite von Schulen, Kitas, Spielplätzen, Jugendeinrichtungen (100 m Radius)
In Anwesenheit von Minderjährigen
Im Straßenverkehr (als Fahrer oder Beifahrer mit Steuereinfluss)
Auf dem Gelände von Sportstätten
Konsum-Verbotszonen im Überblick
Ort / Situation
Konsum erlaubt?
Strafe bei Verstoß
Privatwohnung / Haus
Erlaubt
Keine (bei legaler Menge)
Balkon / Privatgarten (nicht sichtbar)
Erlaubt
Keine
Fußgängerzone (7–20 Uhr)
Verboten
Bußgeld bis 1.000 €
100 m Radius um Schulen / Kitas / Spielplätze
Verboten
Bußgeld bis 1.000 €
Anwesenheit von Minderjährigen
Verboten
Bußgeld + Straftatrisiko
Sportstättengelände
Verboten
Bußgeld bis 1.000 €
Als Fahrer im Fahrzeug
Verboten
500–1.500 € + Fahrverbot
Häufige Fragen zu Cannabis-Strafen
Was passiert wenn man zu viel Cannabis bei sich hat?
Öffentlich: bis 25 g straflos, 25–60 g Ordnungswidrigkeit (bis 1.000 € Bußgeld), über 60 g Straftat. Zuhause: bis 50 g straflos, 50–100 g Ordnungswidrigkeit möglich, über 100 g Straftat. Im Auto muss Cannabis im Kofferraum sein und nicht griffbereit — auch 25 g im Handschuhfach kann problematisch werden. Vollständige Grenzen: Cannabisgesetz.
Wie viel kostet das Fahren unter Cannabis-Einfluss?
Erstverstoß: 500 € Bußgeld + 1 Monat Fahrverbot. Zweiter Verstoß: 1.000 € + 3 Monate Fahrverbot. Dritter Verstoß: 1.500 € + 3 Monate + MPU möglich. Grenzwert: 3,5 ng/ml THC im Blutserum. Bei gleichzeitigem Alkohol: Null-Toleranz für jede THC-Menge. Unfall unter THC: Straftat, Freiheitsstrafe möglich. Details: Cannabis im Auto.
Was passiert beim Konsum in einer Verbotszone?
Konsum in Fußgängerzonen (7–20 Uhr), in 100 m Radius um Schulen, Kitas, Spielplätze, Jugendeinrichtungen oder in Anwesenheit Minderjähriger: Bußgeld bis zu 1.000 €. Auch auf Sportanlagen-Gelände verboten. Privatgelände ist grundsätzlich erlaubt. Die genaue Bußgeldhöhe liegt im Ermessen der Ordnungsbehörde.
Was passiert bei Weitergabe von Cannabis an Minderjährige?
Schwere Straftat nach § 34 CanG: bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Kein Unterschied ob entgeltlich oder unentgeltlich. CSC-Mitglieder: zusätzlich kann dem gesamten Verein die Anbauerlaubnis entzogen werden. Besonders strenge Regelung — keine Ausnahmen. Auch Konsum in Anwesenheit von Minderjährigen ist bereits verboten.